LIMA N – Erfahrungen?

#1 von Django , 08.10.2009 09:14

LIMA N – Erfahrungen?

Guten Morgen allerseits

Zuerst mal: Ja, ich weiss dass es ein eigenes N-Unterforum gibt, aber da ich mich explizit auf LIMA beziehe, denke ich, dass dieser Beitrag hier besser aufgehoben ist. Ansonsten möge der Administrator meinen Beitrag gerne ins N-Unterforum verschieben .

Mich würde interessieren, ob hier jemand Erfahrungen mit LIMA-Modellen der Spur N hat, bzw. solche Modelle besitzt. Sie fristen nämlich offenbar eher ein Schattendasein, obwohl das LIMA N-Sortiment insbesondere ab ca. 1984 ziemlich gross war bzw. stark ausgebaut wurde. Da gab's z.B. neu den TGV, die DB Baureihe 403/404 sowie viele neue massstäbliche Reisezugwagen. Alles ganz tolle, schön detaillierte und gut gemachte Modelle.

Schon seit den 1970ern gab's u.a. die SNCF BB 67000, die FS E424, die DB E410, die SBB Re 4/4 und sogar die britische Class 55! Die FS E444 in Spur N kam sogar bereits Ende 1960er auf den Markt. Würde ich auf einem Flohmarkt oder so eine einigermassen brauchbare LIMA N-"Anlage" mit Zug und Schienen zu einem vernünftigen Preis finden, würde ich vermutlich zuschlagen. Aber eben: Die Sachen sind zumindest in der Schweiz seltener als ein Pinguin in der Wüste . Habe aber mal E-Bay Deutschland durchforstet und bin dort doch auf einige interessante LIMA Spur N-Sachen gestossen und muss sagen, dass eine gewisse diesbezügliche Verlockung bei mir durchaus besteht – zumal die Preise relativ günstig zu sein scheinen…. Weiss aber natürlich nicht, wie die Endpreise sich jeweils entwickeln.

Falls jemand LIMA-Modelle in Spur hat, würde mich ein Erfahrungsbericht inkl. Bilder sehr freuen .

Grüsse, Django


 
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Re: LIMA N – Erfahrungen?

#2 von Musseler , 08.10.2009 13:21

Zitat von Django


Falls jemand LIMA-Modelle in Spur hat, würde mich ein Erfahrungsbericht inkl. Bilder sehr freuen .

Grüsse, Django




Mich auch, mich auch!!! Ich überlege auch schon lange, mir entsprechende Teile zuzulegen. Wie man so hört, sind die Loks ja fahrkulturtechnisch angeblich nicht der Rede Wert, aber egal. Mich interessiert vor allem die V100.

Gruß
Eric


Gruß
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RE: LIMA N – Erfahrungen?

#3 von Django , 08.10.2009 14:50

Die hier, oder?

Und weshalb gerade die V100?

Zitat
Wie man so hört, sind die Loks ja fahrkulturtechnisch angeblich nicht der Rede Wert


Was verstehst Du unter "fahrkulturtechnisch". Die Traktion? Kapitulieren die Dinger bereits auf flacher Strecke und ohne Wagen sobald man dagegenpustet? Entgleisen sie schon im Katalog? Oder schaukeln sie beim Fahren wie ein besoffenes Kamel?


 
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RE: LIMA N – Erfahrungen?

#4 von Musseler , 08.10.2009 15:03

Hallole,

...das ist, wie gesagt, "Hörensagen" mit der "Fahrkultur".
Ich habe aber weder so eine Lok mal in der Hand gehabt, geschweige denn eine fahren sehen. Wäre mir aber zunächst mal egal.

Gruß
in die schöne Schweiz
Eric


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RE: LIMA N – Erfahrungen?

#5 von Musseler , 08.10.2009 15:08

[quote]
Und weshalb gerade die V100?
[quote]

Hallo Django, gefällt mir einfach nur. Ich weiss noch nicht einmal, warum
Ein Testoval mit Weichen und ein paar Abstellgleisen wünsch´ ich mir. Latürnich alles original Lima! Hab´ ja in ein paar Wochen Geburtstag!!

Gruß Eric


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RE: LIMA N – Erfahrungen?

#6 von Willoughby , 08.10.2009 17:02

..wie schon mal im N-Forum gezeigt:



Antrieb im Tender mit querliegender Motorachse, Endgeschwindigkeit irgendwie bei 300Kmh, Fahrverhalten sportlich, soll heißen sie ruckt mal ab und an, bleibt auch schon mal stehen um dann in einen fulminanten Endspurt zu gehen. Dies kann aber zugegeben auch an einer bislang noch nicht erfolgten Motorreinigung liegen. Die Zugkraft ist etwas mau, da in das Tendergehäuse wegen des recht großen Motors nicht viel Ballst mehr paßt.
Aber sie ist recht robust, sieht gut aus und macht zumindest mir viel Freude.


 
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RE: LIMA N – Erfahrungen?

#7 von UlfHaN , 08.10.2009 19:53

Guten Abend Lima-Freunde,

erstmal möchte ich euch mit Bildern meiner Lima V 100 (Art.Nr. 20 erfreuen:












Zur Fahrkultur:


Ich habe sie gereinigt und die Zahnrädchen sparsamst mit TRIX Spezialfett geschmiert. Trotzdem: Die Lok fährt erst bei etwas höherer Spannung ruckartig los und rast dann kreischend über die Anlage (vorher hoppelte sie unwillig).
Dem Unterbodenfoto entnimmt man: keine Haftreifen; statt 2er Drehgestelle sind die äußeren Achsen als "halbe" Drehgestelle ausschwenkbar wie die Vor- und Nachläufer eines Dampflokmodells.
Stromaufnahme nur über die inneren Achsen. Macht bei Langsamfahrt über Weichen aber kaum Probleme - weil sie wie gesagt nicht langsam fahren kann.

Zum Äußeren:
Ich bin weiß Gott kein Nietenzähler, und halte lupenreine Beschriftung bei N-Fahrzeugen nicht bis in den letzten hundertstel Millimeter für notwendig - aber diese Lok ist doch recht grob gestaltet.
Und der rote Aufbau wirkt zu flach im Verhältnis zum Rahmen/Fahrgestell.
Auch die Räder find ich unmöglich glänzend.
Sie ist werkseitig unbeleuchtet.

Wenn Ihr nun eure Freude an diesem Teil habt, so sei Euch das unbenommen, jeder nach seinem Geschmack. Meiner ist das aber nicht, ich kann diese Lok eigentlich nicht leiden. Sie war Teil meiner 1981 gebraucht gekauften N-Erstausstattung.
Dann lieber die jetzt neu bei Hornby/Arnold erscheinende Ep III Lok mit Simplexkupplung.

Grüße
Ulf


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RE: LIMA N – Erfahrungen?

#8 von Willoughby , 08.10.2009 20:50

..zur Ehre der Lima N-Modelle kann ich als N-Bahner, der ich seit immerhin 38 Jahren bin, nur folgendes sagen: Verglich man die Fahreigenschaften von N-Modellen aus den 70er, 80er und zum Teil auch der 90er Jahren mit denen von H0 Modellen, so konnte man eigentlich nur in Tränen ausbrechen...
Vernünftige Fahreigenschaften lernte ich da erst kennen als sich Trix von dem alten Standartmotor trennte und alte Modelle wie die V 60 und V100 neu motorisiert wurden, die Fahreigenschaften sind sehr gut, grade im niedrigen Geschwindigkeitsbereich. Eine frühere Ausnahme war die BR 98 von Fleischmann. Durch den sehr hochtourig laufenden Motor mit einer kleinen aber durchaus wirksamen Schwungmasse fährt sie recht gut und trotzt auch stromlosen Abschnitten, jedoch schlingert sie stark.
Mit dem Einbau von Faulhabermoteren in die Serienproduktion bei Trix brachen dann Zeiten an, von denen ein N-Bahner früher nur träumen konnte.
Eine frühe rühmliche Ausnahme sind übrigens die alten Arnold-Rapido Modelle...abgesehen von der Endgeschwindigkeit, die kurz vor der Schallgeschwindigkeit liegen dürfte.
Die Technik der Lima N-Modelle sehe ich vor dem Hintergrund der damaligen technischen Möglichkeiten und wirtschaftlichen Kompromisse, ein technischer Vergleich mit einem N-Modell neuer Produktion kann nur sehr einseitig ausfallen.
Aber wie schon gesagt, jeder so, wie er will und mag und der Wunsch eine nicht nur schöne sondern auch gut fahrende Lok zu besitzen ist mehr als verständlich.


 
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RE: LIMA N – Erfahrungen?

#9 von martin67 , 08.10.2009 23:00

Hallo,

Erfahrungen mit Lima-N habe ich keine. Wobei ich sagen muss, dass die N-Version der V100 ihre H0-Schwester aus gleichem Hause absolut aussticht!



Die späteren Modelle (ET403, TGV) stammen aus der Nova-Zeit, Lima versuchte da, den N-Markt ebenfalls zu füttern. Diese Modelle sind auch technische Neukonstruktionen.

Sehr interessant finde ich die ganz frühen N-Produkte aus Vicenza, die noch mit miniaturisierten H0-Bügelkupplungen versehen waren.

Übrigens, auf meiner Lima-Sammlerseite habe ich einen N-Katalog von 1973 zur Ansicht

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RE: LIMA N – Erfahrungen?

#10 von Django , 09.10.2009 08:02

Sehr interessant!

Zitat
Dem Unterbodenfoto entnimmt man: keine Haftreifen; statt 2er Drehgestelle sind die äußeren Achsen als "halbe" Drehgestelle ausschwenkbar wie die Vor- und Nachläufer eines Dampflokmodells.


Eine etwas - ähmm - merkwürdige Konstruktion....

Zitat
Wobei ich sagen muss, dass die N-Version der V100 ihre H0-Schwester aus gleichem Hause absolut aussticht!


Gut, das ist allerdings auch ein einfachstes Startset-Modell. Gab's davon eigentlich nie eine brauchbare (4-achsige) Version? Gefunden habe ich jedenfalls nichts.

Zitat
Sehr interessant finde ich die ganz frühen N-Produkte aus Vicenza


Wann stieg LIMA eigentlich in den N-Markt ein?


 
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RE: LIMA N – Erfahrungen?

#11 von ikonengold , 09.10.2009 15:02

Diese komische Konstruktion mit den innen feststehenden beiden Achsen und "gefälschten" Drehgestellen hat doch Märklin bei ein paar alten Modellen auch so gemacht, oder?

Wobei ich jetzt die Fahreigenschaften nicht vergleichen will, muß aber auch sagen daß ich viele schlechte N Modelle kenne - die N Sachen haben halt nunmal alle keine Masse, die bei alten Modellen oft ganz von sich aus für ein schönes "schwungvoll-harmonisches" Fahrverhalten gesorgt hat.

Von der Optik finde ich die Lima V100 hier auf den Fotos irgendwie doch "süß" mit den etwas zu großen, blanken Rädern und anderen Ungereimtheiten, insgesamt paßt aber der V100 Eindruck meiner Meinung nach absolut, so ein bißchen wie bei einer gut getroffenen Comicfigur und so unsäglich primitiv wie diese komische H0-V100 mit nur zwei Achsen ist sie ja auch nicht.

LG
Thomas


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RE: LIMA N – Erfahrungen?

#12 von martin67 , 09.10.2009 21:33

Hallo,

die N-V100 war nicht übel, insbesondere die feinen Griffstangen, die bei der H0-Lok weggelassen wurden. Auf der Anlage oder in der Vitrine fallen die zu grossen Räder sicher weniger auf.

Von der H0-Lok gab es keine "Vollversion", die wurde nur für den Spielbahnmarkt gebaut. Aber Lima konnte sogar die noch vereinfachen:



Das ist die Crick-Uhrwerk-V100, leider ist bei meiner das Gehäuse etwas verzogen.

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RE: LIMA N – Erfahrungen?

#13 von UlfHaN , 09.10.2009 23:22



Hallo Martin,
Was ist denn das? Dieses Teil ist sooo zum , daß es schon wieder kultig ist, unfassbar!
Nur so weiter, und am Ende halte ich meine N-V100 noch für ein FineScale-Modell

So, mal ernsthaft. Das Prinzip der Vereinfachung bei der Crick-Uhrwerk-V100 ist das selbe wie u.a. bei der Vorkriegs - TRIX Express 20/55: Extrem verkürzen und auf 2 Achsen reduzieren. Aber ist Lima damit nicht etwas spät dran gewesen?

Eigentlich wäre das auch ein Sammelgebiet (und das mein ich jetzt ernst):
Die extrem "hässlichen" Plastik-Absurditäten, die kein "ernsthafter" Sammler haben will.
Ich wundere mich, warum es bei Lima so extreme Qualitätsunterschiede gibt. Und wenn ich die ersten Limamodelle sehe, so scheint es zwischenzeitlich regelrechte Rückschritte gegeben zu haben, oder täusch ich mich da?

@ikonengold:
Die Masse von N-Modellen ist natürlich deutlich kleiner als bei HO, ist doch das Volumen nur 1/8.
Es gibt aber Unterschiede. Alte MINITRIX-Loks z.B. sind haben oft ein Gußgehäuse und sind überraschend "schwer".
Das unbefriedigende Fahrverhalten vieler alter N-Modelle ist meiner subjektiven Einschätzung nach mehr eine Frage von Motor/Getriebe und erst nachrangig mit der Masse zu erklären. Meine Arnold-Rapido E69 hat jedenfalls sehr geschmeidige Langsamfahreigenschaften, wenngleich die Endgeschwindigkeit zu hoch ist.. siehe der Beitrag von Willoughby.
Und das ist eben das, was mich am allermeisten gegen meine Lima-V100 aufbringt: ein Fahrverhalten, das bei Konkurrenzprodukten der GLEICHEN Zeit auch schon deutlich besser war.

Zum Schluß:
Da man beim Schreiben weder Stimmlage hört noch Gesichtsausdruck sieht möchte ich ergänzen:
Ich möchte Lima gegenüber weder intollerant noch überheblich erscheinen und schon gar nicht die Freude anderer an diesen Modellen schmälern und hoffe, der stellenweise eigenartige Humor dieses Beitrags ist o.k.. Bisher hielt ich Lima einfach nur für Modellbahn 2ter Wahl; ich habe nun festgestellt, daß dies so pauschal nicht richtig ist und Lima eigentlich ein vielfältiges interessantes Thema ist. Also was dazugelernt. In diesem Sinne GuteN8,

Grüße
Ulf


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RE: LIMA N – Erfahrungen?

#14 von ikonengold , 10.10.2009 11:07

Märklin hat JETZT erst die Gleiswarzen erfunden, Lima konnte schon vor zich Jahren sogar nur zweiachsige verkürzte Uhrwerkloks.....


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RE: LIMA N – Erfahrungen?

#15 von Willoughby , 10.10.2009 14:41

...ich gebe zu, daß ich mir diese Lok, die im übrigen weder bei e-bay noch auf Börsen leicht zu bekommen war, hauptsächlich deswegen kaufte, weil ich eine Lok nach britischem Vorbild wollte und genau dieses Vorbild besonders interessant fand und als Modell gab es die halt nur von Lima.
Trix hat schon vor Jahren sein Exportprogramm eingestellt, lediglich die dreiachsige Tenderlok auf T3-Basis ist dann und wann in geänderter Version noch zu kriegen. Da ich sie zudem eh nur recht selten benutze kann ich die Defizite in Bezug auf "Fahrkultur" verschmerzen, ansonsten sind für den täglichen Einsatz andere Modelle unterwegs.
Aber vielleicht ist es ja auch ein kleiner Luxus, den man sich leistet wenn man sich so eine Lok zulegt von der man eben weiß, daß sie nicht so perfekt ist. Man nimmt bereits bekannte Nachteile im wörtlichen Sinne in "Kauf"...
Wesentlich frustrierender finde ich es ein Modell zu einem respektabelen Preis zu erstehen, von dem man annimmt sich in Bezug auf die Technik keine Sorgen machen zu müssen und wenn man es dann hat, stellt man fest, daß man ein nur sehr unzureichend brauchbares Modell gekauft hat. So letztens passiert mit der BR 57 von Trix...nach langem hin und her hat sie der Händler zurückgenommen.
Zu den rühmlichen Ausnahmen im Sur N Bereich gehört auch die V80 von Ibertren. Sie kann man auf eine fast nicht mehr wahrnehmbare "Schleichfahrt" herunterregeln.
Aber ich will nicht zu sehr zu Spur N abschweifen...kurzum, Lima, egal welcher Spurweite, kann man vielleicht dann lieben und schätzen lernen, weil man eben mit perfekten Fahrzeugen gut versorgt ist, bzw. sie mittlerweile die Regel sind und man dennoch irgendwas vermisst?


 
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RE: LIMA N – Erfahrungen?

#16 von Musseler , 10.10.2009 18:48

Hallo Lima "N-thusiasten"

wie steht es eigentlich um das Lima N-Schienenmaterial? War/Ist das brauchbar? Ich will mir zwar keine Anlage bauen, aber die gängisten Teile incl. der elektrischen Weichen will ich mir über kurz oder lang gerne mal zulegen... :

Gruß
Eric


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RE: LIMA N – Erfahrungen?

#17 von Musseler , 11.10.2009 11:49

Zitat von UlfHaN
Guten Abend Lima-Freunde,

erstmal möchte ich euch mit Bildern meiner Lima V 100 (Art.Nr. 20 erfreuen:


Sie ist werkseitig unbeleuchtet.

Wenn Ihr nun eure Freude an diesem Teil habt, so sei Euch das unbenommen, jeder nach seinem Geschmack.

Grüße
Ulf



Hallo Ulf,

hast Du vielleicht auch ein Foto des Innenlebens? Passt da eventuell ein Decoder rein, mit dem man der Lok Manieren beibringen kann?

Gruß Eric


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RE: LIMA N – Erfahrungen?

#18 von UlfHaN , 11.10.2009 20:35

Hallo Eric,

ein Foto des Innenlebens hab ich nicht und kann auch gerade keines machen.
Die Lok ist prall gefüllt. Der Motor sitzt mittig unter dem Führerhaus und die Vorbauten sind mit Gewichten gefüllt. Für einen Dekoder mußt Du entweder auf den freien Blick durchs Führerhaus verzichten, oder ein Gewicht verkleinern. Ganz rausschmeißen würde ich es aber nicht - wer weiß wie die Haftreifenlose sich dann verhält.

Hoffe,diese Auskunft hilft weiter,
Grüße
Ulf


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RE: LIMA N – Erfahrungen?

#19 von Django , 12.10.2009 08:18

Zitat
leider ist bei meiner das Gehäuse etwas verzogen.


Das kommt ja dann auch nicht mehr wirklich drauf an.

Zitat
Eigentlich wäre das auch ein Sammelgebiet (und das mein ich jetzt ernst):
Die extrem "hässlichen" Plastik-Absurditäten, die kein "ernsthafter" Sammler haben will.
Ich wundere mich, warum es bei Lima so extreme Qualitätsunterschiede gibt.


Allerdings: Bei gewissen Modellen packt einem das nackte Grauen. Ich mag LIMA, weil sie ein sehr breites Angebot hatten und die Modelle günstig zu haben waren / sind und einfach viel Spass machen (was wohl auch ein bisschen daran liegt, dass sie nicht immer 100% perfekt sind). Gewisse Sachen - wie z.B. die oben gezeigten H0-"V100" würde ich mir aber nie im Leben zulegen.

Zitat
Und wenn ich die ersten Limamodelle sehe, so scheint es zwischenzeitlich regelrechte Rückschritte gegeben zu haben, oder täusch ich mich da?


Ja, da täuscht Du Dich. Es gab natürlich immer wieder mal einzelne neue Modelle - vor allem in den 1970ern - die für sich betrachtet vielleicht etwas "billiger" wirkten als Modelle, die schon ein paar Jahre produziert wurden, aber ich denke, diese Schwankungen gab es bei fast allen Herstellern. Bei den gezeigten "V100" handelte es sich um Modelle, die ausschliesslich in den allerbilligsten(!) Startpackung für Kinder (die Cricket-Modelle hatten sogar bloss einen Aufziehmotor) angeboten wurden und die so keinesfalls mit den "normalen" LIMA-Programm in der Verbindung gebracht werden dürfen. Sie waren auch nie in den Jahreskatalogen vorhanden.


 
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RE: LIMA N – Erfahrungen?

#20 von martin67 , 12.10.2009 19:59

Zitat
Ja, da täuscht Du Dich. Es gab natürlich immer wieder mal einzelne neue Modelle - vor allem in den 1970ern - die für sich betrachtet vielleicht etwas "billiger" wirkten als Modelle, die schon ein paar Jahre produziert wurden, aber ich denke, diese Schwankungen gab es bei fast allen Herstellern.



Einspruch! Lima begann ungefähr ab 1974, viele Modelle zu vereinfachen. Als Beispiel, die E646 verlor ihre eingesetzten Metallgriffstangen, die Stromabnehmer waren dann z.T. aus Plastik. Ebenso die SNCF CC7100. Viele Güterwagen (insbesondere Kesselwagen) waren ab diesem Zeitpunkt nicht mehr lackiert, sondern wurden in einem durchgefärbten Kunststoff gefertigt. Auch bei einigen Personenwagen wurde am Lack gespart, Faltenbalge waren nicht mehr extra angesetzt und diverse "Gehäuseunebenheiten" (Zierleisten) wurden geglättet, Beispiel die CIWL-Wagen.

Auch technisch wwaren die Modelle ab 1974 recht lieblos gemacht, die Motoren und Getriebe waren wesentlich rauher, das deutet auf eine höhere Fertigungstoleranz hin.

Erst ab 1981 wurden die Sachen wieder sorgfältiger produziert.

Zum Thema V100 in H0, als Lima-Historiker (als das sehe ich mich) sind auch die billigen Crick-Modelle sehr interessant, auch wenn sie jeglichen Vorbildbezug verloren haben und mehr zu den Skurrilitäten zu zählen sind.

Schönen Abend,

Martin


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RE: LIMA N – Erfahrungen?

#21 von Django , 13.10.2009 08:42

Zitat
Einspruch! Lima begann ungefähr ab 1974, viele Modelle zu vereinfachen. Als Beispiel, die E646 verlor ihre eingesetzten Metallgriffstangen, die Stromabnehmer waren dann z.T. aus Plastik. Ebenso die SNCF CC7100. Viele Güterwagen (insbesondere Kesselwagen) waren ab diesem Zeitpunkt nicht mehr lackiert, sondern wurden in einem durchgefärbten Kunststoff gefertigt. Auch bei einigen Personenwagen wurde am Lack gespart, Faltenbalge waren nicht mehr extra angesetzt und diverse "Gehäuseunebenheiten" (Zierleisten) wurden geglättet, Beispiel die CIWL-Wagen.



Hinzu kommen noch die optisch störenden Rastnocken, die zu dieser Zeit bei den meisten LIMA-Loks (z.B. der E444) "nachgerüstet" wurden, sofern sie nicht bereits vorhanden waren (tauchten erstmals ab ca. 1972 auf)….

Martin, was die Vereinfachung betrifft, gebe ich Dir Recht. Eben das meinte ich ja auch mit

Zitat
Es gab natürlich immer wieder mal einzelne neue Modelle - vor allem in den 1970ern - die für sich betrachtet vielleicht etwas "billiger" wirkten als Modelle, die schon ein paar Jahre produziert wurden

. Als

Zitat
regelrechte Rückschritte

würde ich das aber nicht unbedingt bezeichnen. Die Modelle selbst wurden dadurch m.E. nicht wirklich schlechter.

Es gibt halt bei einem Modell grundsätzlich immer zwei Dinge, die für den Gesamteindruck wichtig sind:
1. Die Originaltreue. Das ist m.E. der wichtigere Aspekt. Ein Modell, das nicht auf den ersten Blick ausschaut wie das Original, wird auch durch eine noch so aufwändige Produktion mit noch so vielen Anbauteilen nicht zu einem "guten Modell".
2. Der Produktionsaufwand / die Vereinfachungen etc. (Martin, ich denke, Du hast Dich beim obigen Beitrag vor allem darauf bezogen, oder?) Finde ich weniger wichtig als Punkt 1. Ein Modell muss mit angegossenen anstelle von angesetzten Griffstangen nicht zwingend (viel) schlechter ausschauen. Wichtig ist hier aber vor allem die Lackierung - die muss stimmen (wobei das teilweise wieder zu Punkt 1 gehört). Eine gute Lackierung kann ein Modell enorm aufwerten, wohingegen eine schlechte Lackierung eine grosse Abwertung darstellt. Das war auch der Hauptgrund, weshalb ich mich vor ein paar Jahren von meiner CC 21000 getrennt habe. Das Modell sah so aus:

Während die Form gut getroffen wurde, ging die Lackierung einfach gar nicht…. Anfang der 1980er kam dieses Modell dann als CC 6501 ins Programm – diesmal stimmte die Lackierung. Vom Eindruck her sind das Welten (wobei die CC 6501 auch noch über ein paar zusätzliche Anbauteile etc. verfügt):
(Quelle: www.bahnwahn.de)

Zitat
Erst ab 1981 wurden die Sachen wieder sorgfältiger produziert


Trotzdem ist die LIMA-Zeit zwischen 1974 und 1981 nicht so schlecht, wie der LIMA-unerfahrene Leser jetzt vielleicht meinen könnte. Schliesslich brachte diese Zeit unter anderem folgende sehr gut gelungenen Neuerscheinungen hervor:
- DB E103
- SNCF TGV
- ÖBB 4010 "Transalpin"
- FS E656
- FS ETR401
- SBB Re 4/4'
- SBB Ae 3/6

Den (bei vielen Modellen sichtbare) Qualitätsanstieg ab Modelljahr 1982 gab's nicht umsonst: Die Listenpreise (der Loks) stiegen um ca. einen Drittel…. Trotzdem sind natürlich die nach 1982 produzierten(!) Modelle heute i.d.R. sicher kaufenswerter als jene, die zuvor hergestellt wurden. Da bin (sollte ich den überhaupt die Wahl haben) auch gerne bereit, etwas mehr dafür hinzulegen.

Und seien wir mal ehrlich: Ohne die Zeit zwischen 1974 und 1981 wäre LIMA nicht das, was es heute für uns ist. Das war nämlich die Periode, in der LIMA zu einem der weltweit grössten Modellbauer wurde mit einem riesigen Sortiment und jeder Menge Bahn fürs Geld.

EDIT: Hatte ich beinahe vergessen, LIMA in N-Spur war hier eigentlich das Thema....


 
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RE: LIMA N – Erfahrungen?

#22 von Willoughby , 13.10.2009 15:22

...da haben eher wir N-Bahner vergesen, daß das hier das Lima H0 Forum ist :
Wie wäre es denn mal mit einem eigenen N-Forum hier....scheint ja noch mehr von der Sorte außer mir selbst zu geben?


 
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RE: LIMA N – Erfahrungen?

#23 von Django , 13.10.2009 17:04

Zitat
...da haben eher wir N-Bahner vergesen, daß das hier das Lima H0 Forum ist


Na ja, das Thema wurde ja von mir eröffnet und zwar bewusst im LIMA-H0-Forum, da es kein LIMA-N-Forum gibt und ich befürchtete, dass das Thema im N-Forum unter "Diverses" schlicht nicht beachtetm werden würde.... denke nach wie vor, dass das Thema hier am besten aufgehoben ist.


 
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RE: LIMA N – Erfahrungen?

#24 von martin67 , 13.10.2009 22:02

Ich finde, das Thema passt schon hier im Lima-Forum. Den Schwenk auf H0 habe ja leider ich verursacht, da ich die im Gegensatz zum N-Modell wesentlich schlechteren H0 V100 gezeigt habe.

Ich habe selbst Spur-N Modelle, aber nicht von Lima. Die waren mir, ehrlich gesagt, im Verhältnis zur Qualität zu teuer. Wobei es da einige ganz witzige Sachen gibt, die mich schon ab und zu jucken würden. Aber, ich habe ja auch noch kein einziges 0-Modell aus Vicenza.

Trotzdem bleibt Lima N eine sehr interessante Geschichte, und ich würde mich sehr freuen, wenn noch andere N-Freune zu diesem Thema was beitragen würden. Natürlich mit Bildern, aber das versteht sich eh von selbst !

Schöne Grüsse,

Martin


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RE: LIMA N – Erfahrungen?

#25 von ikonengold , 14.10.2009 21:20

tjaaa ich hab ja sogar im "Sonstiges" Forum mal nach z.B. dem Lima ET403 gefragt gehabt, aber bin jetzt bei Spur N in der Epoche IIIa (oder ums mal etwas "altmodellbahnforengerechter *g* auszudrücken: Anfang 50er, wirklich nur die Zeit bis maximal zum allerersten Ponton-Mercedes) gelandet und da gibts einfach bei Lima N nichts was irgendwie passen könnte.....

Und ich muß auch zugeben, daß mir alte N Sachen generell nicht so viel geben, der "aus dem Vollen geschnitzt"-Charme der alten Fleischmann oder Märklin H0 Fahrzeuge fehlt einfach, bei N mag ich die aktuellen, "feinen" Modelle im Allgemeinen dann doch lieber.

LG
Thomas


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